Entspannung in der Kinderwunsch Zeit - ein 5 Punkte Programm

Die Kinderwunschzeit ist geprägt von Stress. Die Frau (und auch der Mann) muss funktionieren, der Sex hat zu einem gewissen Zeitpunkt zu erfolgen (wie sich das schon anhört, sic) und wenn es nicht bald funktioniert gehen wir zur künstlichen Befruchtung.

Dann geht der Druck erst so richtig los: Die Eizellen sind zu wenig - Sie sind ein ein "low responder", ihre Gebärmutterschleimhaut ist nicht richtig aufgebaut und der angeschwollene Bauch und die schmerzhaften Brüste gehören doch dazu, ebenso wie die Kopfschmerzen.

Was machen die Stress-Hormone überhaupt?

Stresshormone, vor allem das in der Nebeniere ausgeschüttete Kortisol kann man sich so vorstellen: Die Steinzeitfrau erlebt mit ihrem Clan eine Dürre, dazu werden sie während ihrer Wanderung von einem Rudel Säbelzahntiger verfolgt und müssen sich immer wieder wehren. Die Vorräte gehen zu Ende, Hunger kommt und dann droht auch noch der Überfall von einem feindlichen Stamm, der ebenfalls hungert. Da war es besser nicht schwanger zu werden, denn das hätte den Fortbestand des ganzen Stamms bedroht. Deshalb hat sich die Natur ausgedacht, dass Kortisol der Fruchtbarkeit schadet.

Entspannt über den See blicken.

Entspannt über den See blicken.

Stress schadet der Fruchtbarkeit

Und genau das passiert, wenn unser Kortisol-Spiegel dauerhaft erhöht ist durch Prüfungsstress, Leistungsdruck in Studium oder Arbeit, durch Kaffee-Konsum und den ständigen Zeitdruck, den wir uns ja schon allein durch die Nutzung von Smartphones auferlegen: wieviele Nachrichten pro Tag bekommen wir auf Whats app, Facebook über Instagram oder sonstwie? Wem müssen wir antworten, wo unsere Fotos posten? Wir setzen uns Ziele, wollen Leistung erbringen. Wer beurteilt schon, wie lange ich in der Badewanne war und wie viel ich diese Woche spazieren gegangen bin?

Aber genau das wäre nötig um in Ruhe ein Kind zu empfangen oder zu zeugen. Sehen wir es nochmal aus der Steinzeit-Sicht: Endlich haben wir mit einem Stamm eine fruchtbare Gegend erreicht, keine wilden Tiere um uns. Gesundes (!!!) Essen in Hülle und Fülle, eine wunderbare sichere Höhle und friedliche Nachbarn. Dazu die meiste Zeit draußen in der Natur und gemütlich durch Blaubeerbüsche wandernd in den Tag hinein leben. Da lässt es sich Kinder kriegen!

Das bedeutet nun nicht, dass alle Paare mit Kinderwunsch wie die Steinzeit-Menschen leben sollen. Aber mehr davon im Leben und weniger Stress ist auf jeden Fall förderlich.

Das 5 Punkte Programm zum Stressabbau in der Kinderwunschzeit:

1: Jeden Tag ein bisschen. Was hilft Dir den Stress abzubauen? Ein Spaziergang im Wald, mit oder ohne Hund, eine Badewanne, Massage, Yoga, Achtsamkeitsübungen, Meditation? Was es auch ist, mach es! Jeden Tag ein bisschen. Und wenn Du dich nur 10 Minuten auf den Rücken legst und deinen Körper von Kopf bis Fuß wahrnimmst.

2. Nicht bewerten: Bewerte Dich nicht und lass Dich nicht bewerten. Bin ich gut, bin ich schön? Ist mein Bauch flach, die Lippen zu schmal, der Penis zu klein? Von früh bis spät werden wir bewertet. Das ging schon los, als Mutter sagte: Du hast ja deine ersten Schritte erst mit 15 Monaten gemacht. Lass die Bewertungen aus Deinem Leben heraus. Du bist, wer Du bist. Mal mutig, mal ängstlich, mal gut mal schlecht gelaunt, mal müde, mal aktiv und einfach nur ein Mensch.

3. Veränderung: Wenn es im Beruf oder in Beziehungen so anstrengend ist, dass man es nicht genießen kann: Ändere etwas. Such Dir einen neuen Job, rede mit den Vorgesetzten, den Schwiegereltern oder den Freunden. Mach es wie Pipi: Ich mach mir die Welt, wie sie mir gefällt. Denn am Ende sind wir tatsächlich alle unseres eigenen Glückes Schmied.

4. Relativieren: Grundsätzlich betrachten wir uns ja immer als Mittelpunkt der Welt. Unsere Probleme sind die schlimmsten, weil wir am nächsten dran sind. Wer einmal in einem Entwicklungsland war und dort nicht nur im schicken Hotel gesessen hat, sondern wirklich Kontakt zu einfachen Menschen aufgenommen hat, versteht ganz schnell: Wir jammern auf sehr hohem Niveau.

5. Zeit ist relativ: Natürlich ist es schnell von Frankfurt nach Köln mit dem ICE zu fahren, aber die andere Strecke, am Rhein entlang ist viel schöner. Was passiert, wenn wir immer alles möglichst schnell machen wollen? Wir verpassen die besten Momente im Leben. Wenn Jemand Dich warten lässt, zu spät kommt oder beim Arzt mal wieder unglaublich viele Menschen im Wartezimmer sitzen, kannst Du drei Dinge tun: Dich ärgern, einfach warten oder in dieser Zeit etwas Schönes tun. Zum Beispiel (Siehe Punkt 1) die Augen schließen und eine Entspannungsübung machen. Oder ein Gedicht schreiben. Oder inneres Qi-Gong üben.

Weitere Tipps findest Du auf Instagram unter #natürlich kiwu

 

 

 

 

Verwandel Dein Leben!

Wandlung oder Verwandlung geschieht durch die Überwindung von Hürden. Manchmal steckst Du im Leben fest und kommst einfach nicht weiter. Du kämpfst immer wieder mit demselben Problem, ob psychisch oder körperlich. Es sieht aus, als wärst Du in einer Sackgasse, in einem Raum ohne Ausweg. Ich garantiere aber: Es gibt immer einen! Diese Schwelle, die wir nicht überwinden können, diese Wand, die keine Tür zu haben scheint, diese Dunkelheit in der es kein Licht geben kann, verwandelt sich ganz schnell in etwas anderes, wenn wir nur an der richtigen Stelle ansetzen. Meistens ist dieser Ausweg so einfach, dass wir die Lösung gar nicht glauben können.

Doch wo ist diese Stelle, und warum finden wir sie nicht alleine? Das liegt ganz einfach daran, dass wir selbst mit in diesem Raum, an diesem Ort gefangen sind, und die Auswege oft nur von außen zu sehen sind. Manchmal braucht es nur einen ganz kleinen Hinweis, eine Idee oder einen Impuls, damit wir diese Tür sehen können. Und schon geht sie auf, und schon geht es weiter. Manchmal reicht eine Spiegelung oder schon das Gespräch mit guten Freunden.

Diese Verwandlung oder Heilung kann sowohl psychisch als auch körperlich stattfinden. In der Praxis sehe ich, dass immer beides zusammen hängt und ich kann noch nicht einmal sagen, was sich zuerst auflöst, oft beides gleichzeitig. Dann tritt ein ruhiges Gefühl von Wohlbefinden ein. Denn wir sind dazu geschaffen, zufrieden und glücklich zu sein – das ist unser Potenzial, unsere Bestimmung.

Wendepunkte

Wenn ich den Weg noch einmal nachzeichne, den ich gegangen bin, dann gab es einige Wendepunkte, steile Kurven, Spitzen und Zacken, die mein Stift macht. Manchmal waren es aber auch weichere Rundungen, die dazu führten, dass sich die Richtung dennoch völlig umkehrte. Was sind diese Wendepunkte und sanften Wandlungen, und warum gibt es immer wieder Menschen, denen diese so extrem schwer fallen – von außen gesehen - als hätten sie keine Wahl.

Am meisten schmerzt es mich, wenn ich Menschen sehe, die immer weiter in ihr „Verderben“ hineinsteuern. Die zu viel Alkohol trinken und einfach nicht damit aufhören können. Die einen unbewussten, ungesunden Medien- und Konsumbestimmten Lebensstil pflegen und versuchen, ihren emotionalen und psychischen Ballast darunter zu verbergen. Warum gelingt es ihnen einfach nicht umzukehren, oder wenigstens Stück für Stück in eine andere Richtung zu lenken? Viele sind sogar höchst zufrieden mit ihrem Leben, wie es so läuft, bis sie schließlich sehr krank werden.

Krisen sind häufig der Grund, warum Menschen einiges in ihrem Leben überdenken. Trennungen, der Verlust einer Arbeitsstelle aber auch körperliche Wandelpunkte wie die Wechseljahre, eine Krankheit oder die Midlifecrisis können einen Richtungswechsel auslösen. Immer wenn die Strategien, die jemand sich zurecht gelegt hat nicht mehr funktionieren, kommt es zur Krise. Der überarbeitete Medien-Manager kann einfach irgendwann nicht mehr. Der emotional unterdrückte Fernseh-Junkie bekommt Krebs und die das abhängige Püppchen mimende Ehefrau wird verlassen. Spätestens dann ist es an der Zeit das bisherige zu überdenken und eine Kehrtwendung anzugehen. Sich zu überlegen, wie man auf eine andere Art und Weise durch das Leben gehen sollte. Sehr viele Menschen schaffen das auch. Beginnen endlich eine Therapie, wechseln den Job, finden ihre Berufung oder gehen endlich wieder eine Verbindung zur Natur ein und stellen sich auf die eigenen Beine um ihr Leben in die Hand zu nehmen. Doch einige scheinen es nie zu schaffen. Sie finden einfach nicht den Weg zum Richtigen Therapeuten, zur Entzugsklinik, zur alternativen Medizin, zur Natur oder zur Quelle ihrer inneren Kreativität.

Die Gründe dafür scheinen ebenso vielfältig zu sein, wie die Menschen einzigartig sind. Die Psychologie spricht vom Krankheitsgewinn. Ich denke es handelt sich so gut wie immer um einen Mangel an Selbstliebe.

Viele Menschen in unseren Kulturkreisen haben einen Mangel an Liebe und Fürsorge in der allerfrühsten Kindheit erlitten bis hin zu den schlimmsten Traumatisierungen. Und dann versuchen sie ihr Leben lang diesen Mangel durch andere Menschen (oder Tiere) auszugleichen, ohne zu merken, dass das niemand kann. Kein Mensch kann dieses Loch stopfen, diesen elementaren Liebesmangel erfüllen. Jeder Partner und jede Freundschaft ist dadurch überfordert. Außer einem/einer:

Du selbst! Du bist der einzige, der Dir das geben kann, was Du brauchst!

Wenn ich mich zurück erinnere war es auf meinem Weg immer ein merkwürdiger Impuls von Selbstliebe, der dazu führte, dass ich etwas radikal änderte. Ich merkte an einem gewissen Punkt, in der Pubertät, mit 30, mit über 40 nochmal und sicherlich auch immer wieder dazwischen: Ich liebe mich. Und das reicht. Das ist sogar mehr als genug! Und so konnte ich auch für mich und mein Wohlergehen sorgen.