Homöopathen im Regenwald - Doku auf 3 SAT

Dschungelcamp für Homöopathen

Im Regenwald am Amazonas melkt er giftige Vogelspinnen, am Rio Negro fängt er Piranhas, er trinkt Urwaldbier, das zu einem Großteil aus der Spucke von Frauen besteht, und er bewältigt gefährliche Stromschnellen eines Flusses in Borneo, um seltene Orchideen zu finden. Der Eisenstädter Pharmazeut Robert Müntz, Jahrgang 1958, ist dennoch kein Abenteurer. Er unternimmt seine Reisen in entlegene Gebiete in erster Linie, um pflanzliche und tierische Grundstoffe für neue homöopathische Arzneien zu finden. Denn Müntz hat sich nach der Übernahme der elterlichen Apotheke in Eisenstadt 2003 mit einer Firma, die registrierte und zugelassene Homöopathica herstellt, ein zweites Standbein geschaffen. Mittlerweile liefert er in die ganze Welt. Die Homöopathie hat Robert Müntz in jungen Jahren als Auflehnung gegen den Vater begonnen, in dessen Fußstapfen er getreten ist. "Er hat es schallend belacht, aber geduldet, weil es nicht viel gekostet hat." Immer wiederkehrender Kritik an der Homöopathie und ihrer angeblichen Wirkungslosigkeit begegnet der Pharmazeut gelassen: "Homöopathie wirkt, und das ist das Entscheidende. Auch bei schulmedizinischen Mitteln, beispielsweise in der psychotherapeutischen Behandlung, weiß man nicht, wie sie genau wirken." In seiner Freizeit baut Müntz Gitarren, Celli, Cembali und Orgeln, die er auch selbst spielt. Im Juli 2012 brach Robert Müntz zu seiner elften Amazonasexpedition in den peruanischen Dschungel südlich von Iquitos auf. Sein großes Ziel war es, das Gift der Buschmeisterschlange mit nach Hause zu bringen. Bei dieser Reise wird er vom holländischen Arzt und Homöopathen Dr. Jan Scholten begleitet, der seit mehr als zehn Jahren an einem Buch über Pflanzen schreibt und als Koryphäe unter den Homöopathen gilt.

Die Dokumentation "Dschungelcamp für Homöopathen" begleitet Robert Müntz und Jan Scholten auf ihrer Forschungsreise.

 

Source: http://www.3sat.de/programm/?viewlong=view...