Homöopathie wirkt - Studienlage

Obwohl in den Medien immer wieder die Behauptung aufgestellt wird, Homöopathie könne gar nicht wirken, oder es sei bewiesen, dass sie nicht wirke, sagen die meisten Studien doch etwas anderes. Von den beiden großen Metaanalysen (Linde et al. 1997 und Shang et al. 2005) fällt die erste positiv, zweitere zu Ungunsten der Homöopathie aus. Allerdings wurden in der Studie von Shang et al. so wenige Einzelstudien ausgewertet, dass man an deren Bedeutung zweifeln kann. Was ist nun wirklich wahr?

In Vergleichsstudien (Witt et al. 2009) und in einem Health Technology Assessment (PEK Studie Schweiz) hingegen kommt durchwegs heraus, dass die Homöopathie als Methode genauso geeignet ist, wie die Schulmedizin, um chronsische Krankheiten zu behandeln. Ein Health Technology Assesment stellt die höchste Stufe der evidenzbasierten Medizin dar, sagt also mehr aus, als eine plazebokontrollierte Studie oder Metastudie.

Die Zusammenfassung der PEK-Studie, einer der umfassendsten Erhebungen zum Thema alternative Heilmethoden lautet: "Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass es ausreichend Belege für eine präklinische Wirkung und klinische Wirksamkeit (Evidenzgrad I und II) gibt, und dass sie absolut undinsbesondere im Vergleich zu konventionellen Therapien eine sichere undkostengünstige Intervention darstellt. Die Akzeptanz in der Bevölkerung ist hoch." In dieser Übersichtsarbeit wurden sowohl randomisierte, Plazebo-kontrollierte Studien als auch Vergleichsstudien und andere ausgewertet.

Würde man die Gesundheit der Menschen ganzheitlich betrachten, dann wäre das Ergebnis mit Sicherheit noch positiver. Dazu müsste man aber eine Langzeitbeobachtung von Patienten durchführen, die ausschließlich homöopathisch oder ausschließlich konventionell behandelt wurden. Dies ist wohl nur sehr schwer umsetzbar.

In der Homöopathie kommt es nicht nur darauf an, dass eine bestimmte Krankheit geheilt wird, sondern dass der Mensch insgesamt gesünder wird. Wenn also das Rheuma besser wird, dafür aber dann Herzbeschwerden auftreten, ist das die falsche Richtung. Aber diese Zusammenhänge werden in der konventionellen Medizin überhaupt nicht beachtet. Sieht man sich heutzutage einmal einen konventionell durchtherapierten 80 Jährigen an, schein das nicht mehr viel mit Gesundheit zu tun zu haben. Dass dies aber auch anders geht, zeigen uns andere Kulturen, wo es normal ist, dass alte Menschen relativ gesund sind.